Ernst Wilhelm Nay

“Susanne II”.

Details

“Susanne II”. Mixed media on cardboard. (19)48. C. 31.5 : 21.5 cm. Signed and dated lower right. Titled on the reverse.
After years of artistic isolation in Nazi Germany, Nay embarks on a period of great creativity in the late 40’s. He now sees it as his moral and artistic vocation to create a counterpoint to the traumata and troubles of his times with ornamental, colourful and rhythmically balanced compositions.

Descrizione

Nach der Entlassung als Obergefreiter aus einem amerikanischen Sammellager fand Nay sein Berliner Atelier zerstört vor. Auf Vermittlung der engagierten Kunsthändlerin Hanna Bekker vom Rath bezog er ein kleines Atelierhaus in Hofheim/Taunus. Nach Jahren der künstlerischen Isolation entstanden nun in großer Schaffensfreude die sogenannten “Hekatebilder”. Nay begriff es in dieser Periode als seine Aufgabe, mit leuchtender Farbigkeit, ornamental-flächiger Formensprache und einer rhythmischen Ordnung des Raumes auf die Spannungen und Verstörungen seiner Zeit zu reagieren: “Erst durch die Schönheit des Bildes tritt dann – ganz ernst gesprochen – die Möglichkeit auf, die Dämonen restlos zu bannen und beglückende Harmonie zu gewinnen.” (Nay, Rede zur ersten Nachkriegsausstellung bei Günther Franke, München, 5.6.1946, zit. nach: E.W. Nay, Bilder und Dokumente, München, 1980, S. 98).
Mit minimalen Bereibungen durch das Passepartout, verso mit Montierungsspuren, sonst sehr gut und farbfrisch erhalten.
Provenienz: Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, verso auf der Unterlage mit dem Etikett; Privatbesitz, Süddeutschland.