Auktion 296 || 16.07.20

Pablo Picasso
Homme à l’agneau, mangeur de pastèque et flûtiste | Ergebnis: € 375.000*

Das vorliegende Werk gehört zu einer Reihe von Zeichnungen mit ähnlichen Themen, die Picasso 1967 anfertigt. Die Szene erinnert thematisch an Gemälde von Künstlern des Barock und spiegelt deren starken Einfluss auf die Arbeiten Picassos wider. Der Künstler verwendet gerne Bildzitate von Malern wie Caravaggio, Murillo, Velazquez und den Brüdern Le Nain, von denen sich die Kopie eines Gemäldes in Picassos persönlicher Sammlung befand („La halte du cavalier“, Musée Picasso, Paris). Die Brüder Le Nain stellen oft Bauern oder Bauernfamilien in ländlicher Umgebung dar. Ihre Figuren, umgeben von Haustieren, werden – wie bei Picasso – ebenfalls häufig beim Essen oder Flötenspielen gezeigt. Wie bei vielen seiner Arbeiten aus dieser Zeit vermischt und bearbeitet Picasso seine Quellen: Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt ist die Wassermelonenscheibe in seinem Gemälde „Les Demoiselles d’Avignon“ von 1907 (Museum of Modern Art, New York) – ein Element, das man immer wieder im Werk des Künstlers findet, aufgeladen mit symbolischen Bedeutungen, die mit der mediterranen Tradition, dem Sommer, der Hitze und dem sinnlichen Verzehr der Frucht verbunden sind. – Mit vereinzelten Wischspuren (wohl Atelierspuren). In guter Erhaltung.

Pablo Picasso
Homme à l’agneau, mangeur de pastèque et flûtiste | Ergebnis: € 375.000*

Braune Kreide auf Velin. (19)67. Ca. 48 x 63 cm. Signiert und datiert oben rechts.

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