Details

Nicht bei Honisch.
Das Werk ist im Uecker Archiv unter der Nummer GU.67.125 registriert und wird in das in Vorbereitung befindliche Uecker-Werkverzeichnis aufgenommen.

Ausstellung:
Ausstellung Ulmer Museum, 1974, S. 92, mit s/w Abb.;
Strategie und Leidenschaft, Sammler in und um Ulm, Kunstverein Ulm 2006.

Provenienz:
Privatsammlung, Baden-Württemberg, 1970 erworben, im Erbgang an die heutigen Besitzer.

Description

Um 1962, ein Jahr, nachdem Uecker sich der Gruppe ZERO angeschlossen hat, vollzieht sich eine Wandlung in seinem Werk. An die Stelle der homogenen, gleichmäßig genagelten Reihungen treten organische Strukturen mit fließenden Oberflächen. Mit freier Hand, ohne festgelegtes System in den Untergrund getrieben, gewinnt das einzelne Strukturelement nun ein größeres Eigenleben, auch wenn keines eine herausgehobene Rolle spielt. Dies lässt sich besonders eindrucksvoll an der vorliegenden Arbeit beobachten. Die Komposition scheint mehrere Kraftfelder zu besitzen, um deren Zentren die Nägel in freiem Spiel sanft schwingen. Es gibt keinerlei geometrische Strukturen mehr. Auf der Rückseite ist das Werk vom Künstler mehrfach betitelt. Es finden sich Worte wie “Wolke”, “Nebel”, “Engel” und “schweben”. Allen Titeln gemeinsam ist ein Gedanke von Leichtigkeit, Transluzenz und Transzendenz. Im Werkverzeichnis hat das Werk inzwischen den offiziellen Titel “Wolkenfeld”. In diesem Sinne wirft es nun endgültig alle Erdverbundenheit ab und schwebt. Eine sehr poetische Variante des von Günther Uecker formulierten Anliegens: “Da muss ein Nagel reingeschlagen werden, damit da Widerstand erzeugt wird, so dass Kunst eindringen kann in die Banalität von Leben”.