Details

Mit einem Fotozertifikat des Archivio Accardi Sanfilippo, Rom, vom 11.4.2018. Das Werk ist im Archiv mit der Zertifikatsnummer A/16/2018 registriert.

Provenienz:
Privatbesitz, Italien.

Description

Nach dem Studium an der “Accademia di belle arti” in Florenz zog Carla Accardi 1946 nach Rom. In den ersten Nachkriegsjahren bildete sich in der Hauptstadt damals eine äußerst lebendige Szene für neue Tendenzen nicht nur im Film, sondern auch in der zeitgenössischen Kunst. Mit einer Gruppe befreundeter Künstler gründete Accardi bereits ein Jahr später die legendäre Künstlergruppe “Forma I”, die sich der Aufgabe verschrieb, marxistische Politik mit Hilfe von abstrakter Kunst durchzusetzen. Während der 1950er Jahre war Accardi an weitreichenden Experimenten beteiligt, die gegensätzlichen Tendenzen von geometrischer Abstraktion und gestischer Malerei in eins zu bringen. Später begann sie, pseudo-kalligraphische Zeichen in ihre abstrakten Bilder einzufügen, wobei sie ihre Palette häufig auf Schwarz-Weiß reduziert, um die Beziehung zwischen abstrakter Figur zu monochromen Hintergrund zu untersuchen. Das hier vorliegende Werk ist mit der ungeheuer reichen weißen Zeichenabfolge auf tiefschwarzem, samtigem Grund, den die Technik der Kaseintempera noch verstärkt, ein herausragendes Beispiel der Arbeiten Accardis aus den 1970er Jahren. Carla Accardi war in den Jahren 1964 und 1976 auf der Biennale in Venedig vertreten. – Stellenweise leicht berieben, Ecken und Kanten leicht bestoßen, wenige kleine Wasserfleckchen, kaum sichtbar, sowie vereinzelt leichter Farbabrieb. Verso fest auf die Unterlage montiert, insgesamt gut erhalten.