Details

Mit einem Echtheitszertifikat von Jean-Louis Prat, Comité Marc Chagall, Paris, vom 5.4.2013, Nr. 2013034.
Provenienz:
Nachlass des Künstlers;
Privatsammlung, New York.

Description

Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um ein Porträt von Valentina Brodsky, genannt Vava, Chagalls zweiter Ehefrau. 1944 hatte er nach 29 Ehejahren seine Frau Bella verloren. Als seine Tochter Ida 1952 heiratete und er damit die weibliche Gesellschaft in seinem Leben verlor, stellte Ida ihm ihre Freundin Valentina (Vava) vor. Vava kam aus ähnlichen russisch-jüdischen Verhältnissen wie Chagall. Sie wurde zuerst seine Sekretärin, weigerte sich aber nach ein paar Monaten, weiterhin für ihn zu arbeiten, wenn er sie nicht heiraten sollte – sie heirateten wenig später im Juli 1952. Vava übernahm sofort die Vermarktung der Werke Chagalls und funktionierte wie sein Manager. Dies führte zu schweren Konflikten mit Ida, die bis dahin über alle Geschäfte Buch geführt und das ganze Werk Chagalls von frühester Zeit aufgearbeitet hatte. Das Zerwürfnis mit Ida führte dazu, dass Chagall und Vava sich sechs Jahre später scheiden ließen, um gleich wieder zu heiraten – unter sehr viel vorteilhafteren Bedingungen für Vava.
Vava bildete für Chagall einen neuen Fixpunkt und Inspirationsquelle in seinem Leben. Bei unserer Arbeit handelt es sich wohl um eine Skizze, eine Momentaufnahme der geliebten Frau, an einem Tisch sitzend, die Hände zusammengefaltet, den Kopf leicht geneigt, als lausche sie den Worten ihres Mannes.