Details

Kinetic light sculpture: wooden frame consisting of a rectangular base supporting a circle with a round opening showing a rotating disk with nails mounted onto a larger base disk, all painted white, motorised (engine, driving belt, two light bulbs, three switches). (19)61. Dimensions of the base ca. 210 : 20 : 62 cm, diam. of the outer circle ca. 115 cm. Signed twice on the reverse of the revolving disk, dated and inscribed “Lichtscheibe” (light disk) as well as with direction arrows. Signed again on the reverse of the outer frame.
From 1959 onwards Uecker entered a continuing systematic analysis of his nail works, leading him away from the picture-based structure to new, larger objects. In their character these works remain bound to the materiality of the nails, now spray-painted white and incorporated in light structures. They show a constantly changing reality through the use of light in connection with movement. In addition, their appearance changes according to viewpoint and the exposure to light. In this manner Uecker manages to remove any trivial quality of his nail grounds, giving them an aesthetic dimension of particular elegance and beauty.

Description

Nicht bei Haedeke (aber auf einem im Werkverzeichnis abgebildeten Photo vom Atelier abgebildet).
Waren die frühen Arbeiten eher aus einer revolutionären Haltung, einer Negation des Alten entstanden, so tritt Uecker von 1959 an in eine strenge von Werk zu Werk fortschreitende, systematische Analyse ein, in der das Tafelbild auf der Strecke bleibt und eine neue Objektpräsenz ensteht. Der Objektcharakter dieser Arbeiten ist weiterhin an die Materialität des Nagels gebunden, der jetzt weiß gespritzt wird und in hellen Lichtstrukturen eintritt. Ueckers Werke bekommen in diesen Jahren wenn nicht einen neuen Geist so doch eine neue Erscheinungsform, die sich zugleich in einer neuen Präzision und spürbaren Inspiration äußert. Die Arbeiten erhalten ihre veränderte Wirklichkeit durch das Licht und zusätzlich durch die Bewegung. Das Erscheinungsbild des Werkes ändert sich je nach Lichteinfall und nach Betrachterstandort. Über die rein faktische Bild- oder Objektebene wird eine optische gelagert, die mit den Bedingungen und Voraussetzungen der ersten Bearbeitungsebene keineswegs identisch ist, sondern erst vom Betrachter geleistet wird. Objekt und Erscheinung sind zwar verschiedene Dinge, vereinigen sich aber in der Betrachtung. Auf diese Weise nimmt Uecker seinen Nagelfeldern die Trivialität und überführt sie in eine ästhetische Dimension, eine ausgesprochene Eleganz und Schönheit. Der fast unmerkliche Übergang von Zuständlichkeit in visuelle Erscheinung von Seiendem in Zeitliches, gehört zu den überzeugendsten und wichtigsten Lösungen, die im Bereich der Op-Art entstanden sind. Wenige winzige Farbabsplitterungen. Der weiß bemalte Holzkasten teils kaum merklich angeschmutzt.
Ausstellungen: Galerie Denise René / Hans Mayer, Krefeld, rückseitig mit einem Etikett.
Provenienz: Atelier Düsseldorf Hüttenstraße, 1965.