Details

Verso auf dem Keilrahmen von fremder Hand nummeriert „488“.

Nicht bei Lenz/Billeter.
Mit einer Echtheitsbestätigung von Dr. Felix Billeter, Hans Purrmann Archiv, München, vom 10.5.2021 (in Kopie). Das Werk ist im Archiv unter der Nr. 1412 dokumentiert.

Provenienz:
Heinz Ullmann, Berlin (wohl vor 1939 erworben), seitdem in Familienbesitz.

Beschreibung

• Prachtvolles Blumenstillleben mit der für Anemonen so typischen Farbstellung Violett, Blau und Scharlachrot
• Unmittelbarer Ausdruck der Fülle und Schönheit des Lebens
• Stillleben bilden einen umfangreichen und bedeutenden Teil innerhalb des Œuvres von Hans Purrmann

„Es ist bezeichnend für Purrmann, dass er zahlreiche Blumensträuße gemalt hat. Gibt es einen Maler, von dem so viele erhalten sind? Die Stilleben bestehen hauptsächlich aus Blumen. Rosen, Gladiolen, Kresse, Calla, Anemonen, Apfelblüten und manche andere hat er allein oder miteinander zuerst in der Vase gerichtet, dann auf dem Tisch angeordnet und schließlich gemalt. (…) Die entfalteten Blüten, ihre vielfältige Art, ihre unterschiedliche Form und Farbe sind ganz unmittelbarer Ausdruck des sich in Fülle und Schönheit darstellenden Lebens. Indem Hans Purrmann sich diesen Sträußen im Leben wie in der Kunst gewidmet hat, hat er sich jeweils kleine Feste bereitet. Sie durchziehen sein ganzes Schaffen und bilden neben den anderen Gattungen einen wichtigen Bereich.“ (Christian Lenz, in: Hans Purrmann. Die Gemälde I 1895-1934, München 2004, S. 41 f.).
Dr. Felix Billeter schreibt in der Echtheitsbestätigung: „Es handelt sich um ein bisher unbekanntes, um 1930/35 entstandenes Anemonenstilleben von Hans Purrmann und ist in Motiv, Malweise, Farbigkeit und Aufbau mit anderen Werken des Malers vergleichbar, etwa WV 1924/27, 1932/05 oder 1936/13, 1936/17-18; um 1932 verwendet er öfters Glasvasen, vgl. WV 1932/04-09.“