Details

Fest in Rahmen montiert. Zur Katalogisierung nicht ausgerahmt.

Nicht bei Grohmann; Beye/Baumeister 634.

Provenienz:
Achim Moeller Ltd., London;
Sammlung Ralfs, Braunschweig;
Hauswedell & Nolte, Hamburg 9.6.1983, Los 102, mit Farbtafel 47, vom jetzigen Besitzer dort erworben;
Privatsammlung, Süddeutschland.

Beschreibung

• Aus der Gruppe der „Linienfiguren“ (1933 bis 1938), zu denen Baumeister nach dem Besuch von Vorlesungen über spanische Felsmalereien inspiriert wurde
• Aus der bedeutenden Sammlung des Braunschweigers Otto Ralfs (1892-1955)
• Reiche und heitere Farbigkeit

Baumeisters luftige Kompositionen zeichnen sich durch zarte vereinfachte Formen, Linien und Farbflächen aus. Seine Anregungen findet der Künstler bei spanischen Felsmalereien. Baumeister besucht während seiner Professur in Frankfurt zu diesem Thema Vorlesungen seines Freudes Hans Mühlestein und beginnt daraufhin sich mit steinzeitlicher Kultur zu befassen, was „ihn von der Grabung bis zur Deutung und dem Sammeln von Gegenständen bis an sein Lebensende intensiv beschäftigte“.
Willi Baumeister schreibt am 12. Mai 1936 in einem Brief an Eduardo Westerdahl: „(…) die bilder (…) wollen keine ,schöne komposition‘ mehr sein, sondern ,direkter ausdruck mit elementaren mitteln‘. die urkraft soll direkt sichtbar gemacht werden (höhlenmalereien der urzeit), nicht über den umweg der früher von mir gewonnenen mittel (…). (zit. aus: Ausst.-Kat. Willi Baumeister. Museo Thyssen-Bornemisza/Lenbachhaus, Madrid/München, S. 60).