Details

Geiger 463.

Ausstellung:
Ausst.-Kat. Deutscher Künstlerbund. 16. Ausstellung, Kunsthalle Nürnberg, 1968, Kat.-Nr. 98, mit Abb.;
Rupprecht Geiger, Seiji Togo-Kunstmuseum, Tokio, 1986, verso mit dem Etikett.

Provenienz:
Privatsammlung, Deutschland.

Beschreibung

In dieser besonders kontrastvollen Arbeit „strahlt“ das Oval in tiefem Schwarz vor bzw. auf einem leuchtenden Grund, der von einem tiefen Pink-Rot in der oberen Bildhälfte hin zu einem kräftigen Orange-Rot nach unten verläuft.
Von 1965 bis 1976 lehrt Geiger an der Düsseldorfer Kunstakademie mit Kollegen wie Joseph Beuys, Karl Otto Götz und Gerhard Hoehme. Er vertieft in dieser Zeit seine Beschäftigung mit der reinen Farbe und konzentriert sich ganz auf elementare Bildfindungen, wobei das Oval dominiert. Geiger entdeckt für sich leuchtende Acrylfarben, die er statt Öl als Malmittel verwendet und die er in der weiteren Entwicklung seines Werkes unter Einsatz einer Spritzpistole aufträgt. Dieses Verfahren ermöglicht ihm einen dünnen, gleichmäßigen Farbauftrag, in dem kein Pinselstrich mehr vom intensiven Eindruck der Pigmente ablenkt.
„488/68“ ist ein herausragendes Werk aus der innovativsten Phase des Künstlers. Denn Farbe müsse, fordert Rupprecht Geiger, ebenso wie Licht in die Reihe der Elemente eingegliedert werden. So entstehen – losgelöst von gegenständlichen Bezügen – leuchtende Farbräume, die durch den Farbkontrast und den Farbverlauf zu energetischen und spannungsreichen Kraftfeldern gesteigert werden.