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Dobke 32.

Beschreibung

Dieter Roths Werk zeichnet sich durch einen erweiterten Kunstbegriff und die völlige Entgrenzung von Materialien aus. In den 1960er Jahren nahm er mit seinen Aktionen an Happenings der Fluxusbewegung teil. Für seine Skulpturen verwendet er organische Materialien, die der langsamen Veränderung und dem allmählichen Zerfall unterliegen. Insbesondere Dieter Roths „Schimmelbilder“ stehen für dieses charakteristische Gestaltungsprinzip. Der wichtigste Impulsgeber für sein plastisches Werk ist Marcel Duchamp. Roth steigert die Konzeption des Readymades radikal, indem er nicht nur alltägliche Gegenstände, sondern auch biologische Stoffe verarbeitet. So folgt das „Karnickelköttelkarnickel“ in Form und Material seinem Titel und ist gleichzeitig kunsthistorisch konnotiert, da es in seiner Silhouette den berühmten Hasen von Dürer zitiert.