Details

Provenienz:
Galerie Barbara Gross, München;
Privatsammlung, Bayern.

Beschreibung

Kiki Smith befasst sich seit der Mitte der 1990er Jahre intensiv mit Märchen und Mythen. Die ergreifende Verletzlichkeit der Kindheit ist dabei ein grundlegendes Thema für sie. Die Skulptur „Seer (Alice I)“ aus dem Jahr 2006 ist Teil einer umfangreichen Werkserie, die auf Lewis Carrolls 1865 veröffentlichtem, reich illustriertem Buch „Alice’s Adventures Underground“ – auch bekannt als „Alice im Wunderland“ – basiert. Durch Verschiebungen der Größenverhältnisse wird die Hierarchie von Mensch und Natur, Erwachsenen und Kindern subtil auf den Kopf gestellt. Wie Alice in Lewis Carrolls Geschichte, existiert auch Kiki Smiths Seherin „Seer (Alice I)“ in unterschiedlichen Größen: als überlebensgroße Außenskulptur in Bronze und als kleinformatiger Eisenguss. Die raue, unbearbeitete Oberfläche des Eisengusses steht hier in wunderbarem Kontrast zu der zarten Zerbrechlichkeit der kindlichen Alice.