Details

Gmelin 264.

Literatur:
Hans Georg Gmelin, Wilhelm Busch als Maler, Berlin 1980, Kat.-Nr. 264, S. 256, mit Abb.

Provenienz:
Erben des Tiermalers Wilhelm Kuhnert (1865-1926);
Kunsthaus am Museum (Carola van Ham), Köln, Auktion 73, März 1978, Los 1538;
Lempertz, Köln, Auktion, 1984;
Privatbesitz, Norddeutschland;
Antiquariat am Schloss, Kiel;
Privatbesitz, Westfalen.

Beschreibung

Diese kleine Werkgruppe leitet sich von dem Bild „Mann mit krankem Jungen“ (vgl. Gmelin 258) her. Darauf zu sehen ist ein Mann mit schwarzem Barett, der Überlieferung nach Buschs Onkel, der Pastor Georg Kleine aus Lüthorst, der die Hand auf die fiebrige Kinderstirn gelegt hat und gleichzeitig den Puls am Handgelenk befühlt. Bei der vorliegenden Ölskizze sind die zwei Gestalten in flüchtigen hell- bis dunkelbraunen Lasuren, mit gelegentlichen pastosen Weißtupfen, nur zeichnerisch umrissen. Der Junge wirft den Kopf in den Nacken und reißt den Mund „Ah!“ sagend auf, die Augen hat er dabei fest zugekniffen. Im kindlich-expressiven Ausdruck offenbart sich Buschs Interesse am übersteigerten, fast schon grimassierenden Mienenspiel, das bei seinen grölenden, das Gesicht verziehenden Trinkern auf die Spitze getrieben wird.