Carl Christian Vogel von Vogelstein

Bildnis der Maria Theresia, Königin von Sachsen

Details

Ausstellung:
Carl Christian Vogel von Vogelstein. Eine Ausstellung zum 200. Geburtstag, Albertinum, Dresden 1988, Kat.-Nr. 11, S. 37, mit Abb.

Provenienz:
Gemäldegalerie Dresden, Ende der 1990er Jahre restituiert an die Erben;
seitdem Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Das vorliegende Bildnis zeigt Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich und durch Heirat Königin von Sachsen (1767-1827). Aus einer dunklen Säulenhalle tritt die Frauengestalt im roten, gegürteten Samtkleid, das an Kragen und Ärmeln mit kostbarer Spitze besetzt ist, hervor. Über den rechten Arm fallend, ist ihr grauer, goldbestickter Umhang drapiert. Das Gesicht wird eingerahmt von blonden Locken, in denen ein perlenbesetztes Diadem und Straußenfedern ihr Haupt bekrönen. Neben diesem kleinformatigen Kniestück gibt es eine größere Fassung, die wohl Vorbild stand und in der Prager Nationalgalerie inventarisiert ist. Hierzu als Pendant geschaffen, existiert ein Bildnis ihres Ehegatten, des Königs Anton von Sachsen (1755-1836), durch den Vogel später mit dem Namensprädikat „von Vogelstein“ nobilitiert wurde.
Maria Theresia verstarb noch im Entstehungsjahr dieses Bildnisses am 7. November 1827, nur ein halbes Jahr, nachdem ihr Gemahl seinem Bruder Friedrich August I. auf den Thron gefolgt war, in Leipzig, wo sich das Paar auf der Huldigungsreise durch das Königreich befand.