Jan van Bijlert

Brustbild eines jungen Mannes, ein Buch haltend

Details

Verso mit einem alten Etikett mit der handschriftlichen Bestätigung der Signatur Jan van Bijlerts durch G. Ambrose.

Provenienz:
Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Jan van Bijlert erlernte die Grundlagen des Zeichnens im Atelier seines Vaters Herman van Bijlert, der in Utrecht als Glasmaler und Glasgraveur tätig war. Nach dessen Tod ging er, nach Angabe von Sandrart, ab 1616 bei Abraham Bloemaert in die Lehre. Schon im Folgejahr reiste er über Frankreich nach Rom und blieb dort mehrere Jahre. Giovanni Bilardo, so die italienisierte Form seines Namens, fühlte sich vor allem in den Kreisen der feierfreudigen Vereinigung „Schildersbent“ zu Hause, die die in Rom ansässigen Niederländer vereinte. In der Ewigen Stadt geriet er auch in den Bannkreis von Guido Reni und Caravaggio sowie von dessen Nachfolgern, von denen allen voran Gerrit van Honthorst großen Einfluss auf ihn ausübte. Zurück in Utrecht, gehörte er zu den Mitbegründern der dortigen Malergilde, der er wiederholt als Dekan vorstand. Nach der Abreise van Honthorsts nach Den Haag und dem Ableben von Paulus Moreelse 1638 wurde Bijlert zum gefragtesten Porträtmaler in ganz Utrecht.