Emil Nolde

Stillleben mit Päonien

Details

Mit einer Fotoexpertise von Prof. Dr. Manfred Reuther, Klockries, vom 26.11.2017 (in Kopie). Das Werk ist im Archiv von Prof. Manfred Reuther unter der Nummer „Nolde A -63/2017“ registriert und dokumentiert.

Provenienz:
Privatsammlung, Norddeutschland;
Karl & Faber, 30.5.1990, Los 1046, mit farb. Abb., Tafel 60;
Privatsammlung, Bayern;
Privastsammlung, Europa.

Beschreibung

Noldes Aquarelle besitzen eine unglaubliche Wirkung, eine Füll- und Strahlkraft, die gerade in dieser Technik schwer zu erzielen ist. Etwa um 1918 beginnt er sich mit der Blumenwelt auseinanderzusetzen und hält in zahlreichen Variationen seine Liebe für dieses Sujet fest. Luftig arrangierte Blüten in Rot und Orange bringt der Künstler hier durch den hellen Hintergrund zum Leuchten. Nolde lässt dabei jede Blüte für sich wirken und vermeidet Überlappungen. Die strahlende Kraft seiner Aquarelle ist auch in der Reduktion der Formen begründet. So sind die Blumen zwar noch als Päonien zu erkennen, denn Nolde hielt immer an der gegenständlichen Grundform fest, doch wirklich geht es hier um die Farbe, die zart und doch eindringlich dieses Blatt bestimmt.