Details

Geiger 390.

Ausstellung:
Rupprecht Geiger. Gemälde. Kunst- und Museumsverein Wuppertal, 1965, Kat.-Nr. 67;
Rupprecht Geiger, Ölbilder, Zeichnungen von 1963 bis 1965, Städtische Galerie Haus Seel, Siegen;
Rupprecht Geiger, Haus am Waldsee, Berlin 1966, Kat.-Nr. 39;
Rupprecht Geiger, Malerei, Graphitzeichnung, Städtische Kunsthalle, Düsseldorf 1967, Kat.-Nr. 26, o. Abb.;
Rupprecht Geiger, Kestnergesellschaft Hannover, 1967, Kat.-Nr. 27, verso mit dem Etikett;
Rupprecht Geiger, Galerie Heseler, München;
Ausstellung Ulmer Museum, 1974, S. 42, o. Abb.

Provenienz:
Galerie Wilbrand, Münster, verso auf dem Keilrahmen mit dem Stempel;
Privatsammlung, Baden-Württemberg, 1967 erworben, im Erbgang an die heutigen Besitzer.

Beschreibung

Mit seinen abstrakten Farbkompositionen ist Rupprecht Geiger einer der wegweisenden Hauptvertreter der Farbfeldmalerei in Deutschland.
Seine Farbwelt gründet in der intensiven Erfahrung der Farben des Himmels und des Sonnenlichts über kriegszerstörten und menschenentleerten Landschaften während seines Einsatzes als Kriegsmaler in Russland. Von 1965 bis 1976 lehrt Geiger an der Düsseldorfer Akademie mit Kollegen wie Joseph Beuys, Karl Otto Götz und Gerhard Hoehme. In dieser Zeit vertieft er seine Beschäftigung mit der reinen Farbe, es geht ihm um das Sehen als geistige Erfahrung. So wird auch in dieser Arbeit, die noch nicht mit Spritztechnik sondern allein mit dem Pinsel formuliert wurde, der Betrachter von einer unmittelbaren und intensiven Farbempfindung überflutet, die an eine der intensivsten Naturerfahrungen überhaupt denken lässt: die flirrend heiße Luft der glutroten Abendsonne legt sich über das Meer.