Dadamaino (Eduarda Emilia Maino)

„Volume“

Details

Mit einer Bestätigung des Archivio Opera Dadamaino, Somma Lombardo, vom 13.9.2017, sowie einer Fotoexpertise von Flaminio Gualdoni, Mailand, vom 9.4.2010. Das Werk ist unter der Archivnummer 148/10 registriert.

Provenienz:
Privatsammlung, Italien.

Beschreibung

Als eine der wenigen weiblichen Pionierinnen der italienischen Avantgarde der 1960er Jahre gilt Dadamaino, die eigentlich Eduarda Emilia Maino hieß, bis heute als eine der einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. Bekannt wurde sie Anfang der 1960er Jahre vor allem für ihre Volumi-Serien, aus der mit „Volume“ aus dem Jahr 1959 eines der frühesten Beispiele überhaupt vorliegt. Als Autodidaktin kam Dadamaino nach einem Medizinstudium Ende der 1950er Jahre in ihrer Heimatstadt Mailand über den Kontakt zu Künstlern wie Lucio Fontana, Piero Manzoni, Enrico Castellani und Agostino Bonalumi zur Kunst. Sie alle hatten sich dem sogenannten „Spazialismo“ verschrieben und damit der Frage, wie sich Räumlichkeit mit der Zweidimensionalität der Leinwand verbinden ließe. Lucio Fontana hatte mit seiner Idee des „Concetto spaziale“ für die Kunst einen genialen wegweisenden Schritt getan. Dadamaino ging diesen Weg weiter und fand ihre eigene geniale Antwort: In den Volumi-Arbeiten schneidet sie elliptische oder kreisförmige große Löcher in die Leinwand und transformiert sie so in skulpturale Wandobjekte, in deren Zentrum die Wand hinter der Arbeit steht. Daraus ergibt sich ein meisterhaftes Licht- und Schattenspiel, das den negativen Raum sowie die starken Schwarz- und Weiß-Kontraste mit einbezieht. – Fest im Objektrahmen mit Plexiglashaube gerahmt. Zur Katalogisierung nicht ausgerahmt.