Curt Ehrhardt

„Nächtliches Rendezvous“

Details

Mit einer Kopie der Echtheitsbestätigung von Harald Gnade, Berlin, vom 25.7.1998.

Provenienz:
Ketterer, München 30.11.1998, Los 42; Privatsammlung, Süddeutschland, bei Vorgenannter erworben; durch Erbfolge an die jetzigen Besitzer.

Beschreibung

Nachdem Curt Ehrhardt zunächst 1916 in Berlin Jura studiert, widmet er sich nach seinem, für ihn sehr zukunftsentscheidenden, Besuch der Wanderausstellung „Der Sturm“ ganz der Malerei. Der Kontakt zu Herwarth Walden führt ihn schließlich zum Anschluss an die „Novembergruppe“. Die vorliegende farbfrische Arbeit steht noch ganz unter dem Einfluss der avantgardistischen Strömungen der Zeit der Weimarer Republik und beeindruckt durch Ehrhardts ganz eigene Umsetzung eines Rendezvous‘ bei Nacht. Ein Paar steht wohl bei Mondschein vor einer beleuchteten Häusergruppe in Zweisamkeit zusammen. Flankiert wird das fast gesichtslose Paar von zwei Bäumen. Es scheint Herbst zu sein, da sich Mann und Frau in dicke Jacken und Mützen gehüllt haben und die Bäume keine Blätter mehr tragen. Trotz des Titels bleibt das Paar auf Distanz. Auch die sehr reduziert ausgeführten Hände berühren sich nicht. Man scheint sich erst neu kennengelernt zu haben. Die von Ehrhardt gekonnt gesetzen Farbverläufe einer Farbskala von Gelb-, Rot-, Blau-, und Grüntönen zeichnen dieses stimmungsvolle Frühwerk aus.