Maurice de Vlaminck

La maison de l’Étang

Details

Mit einer Fotoexpertise des Wildenstein Institute, Paris, vom 21.10.2003. Das Gemälde wird im Werkverzeichnis der Arbeiten von Maurice de Vlaminck aufgenommen.

Ausstellung:
Grands Peintres Contemporains, Palais de la Mediterranée, Nizza 1946, Kat.-Nr. 69, verso auf der Leinwand mit dem Etikett;
Modigliani et son époque, Paris 1910-1920, Musée Kawamura, Chiba/Japan u.a. 1997/98, Kat.-Nr. 72, Abb. S. 173.

Provenienz:
Sammlung Jonas Netter, Paris;
Privatsammlung, Europa;
Christie’s, London 5.2.2009, Los 364;
Privatsammlung, Süddeutschland.

Beschreibung

„La maison de l’Étang“ entsteht um 1910 und ist ein charakteristisches Werk der ersten Schaffensphase Vlamincks vor dem Ersten Weltkrieg. Bereits in seiner Jugend erhält Vlaminck Malunterricht, doch wird er zunächst Radrennfahrer und Mechaniker. Mit Zwanzig muss er dies krankheitsbedingt aufgeben und arbeitet, wie seine Eltern, als Musiker. Erst im Sommer 1900 führt eine zufällige Begegnung mit André Derain dazu, dass er sich entschließt Maler zu werden. Anfangs steht Vlaminck unter dem deutlichen Einfluss Derains, mit dem er sich ein Atelier teilt. Aber auch die Malerei von Van Gogh und Matisse beeindrucken ihn sehr, ab 1907 findet er in Cézanne ein neues Vorbild. Nach der farbintensiven wilden Anfangszeit der „Fauves“ findet Vlaminck zu einer gemäßigteren Farbwahl, bei der vor allem Schwarz dominiert und für sein Werk charakteristisch wird. Die Landschaft im Umfeld von Paris, meist ohne jegliche Personenstaffage, wird zu seinem Hauptmotiv, das er mit schnell ausgeführten, breiten Pinselstrichen stimmungsvoll skizziert.