Beschreibung

Solche Arbeiten meinte der Münchner Kunstkritiker Friedrich Pecht, als er Albert Zimmermanns Malerei als „wahre Perlen von Delikatesse und feinem Naturgefühl“ lobte. Auf der vorliegenden Naturstudie gibt der knappe Vermerk „Civitella 45“ Aufschluss über Ort und Zeitpunkt ihrer Entstehung – Zimmermann muss sich 1845 in Olevano und Umgebung aufgehalten haben, jenem Sehnsuchtsort der Deutschen, der seit der Romantik zum Inbegriff der deutschen Italinitá geworden war. Mit erdigen Farben charakterisiert Zimmermann die hellen Gesteinsbrocken, über denen sich in dunklem Grün üppiges Buschwerk erhebt, während ganz rechts unter dem heiteren Hellblau des zart bewölkten Himmels Civitella sichtbar ist, jenes kleine hochgelegene Bergnest, das Ludwig Richter so treffend als „Sphinx“ beschrieben hat. Noch ganz im Sinne der Romantik präsentiert Zimmermann das „Charakteristische“ der Landschaft, mit den Mitteln des malerischen Naturalismus die Essenz der Landschaft.