Giorgio Morandi

Natura morta con oggetti bianchi su fondo scuro

Details

Vitali 82 I (von II).

Provenienz:
Galerie Kornfeld, Bern 26.6.1992, Los 81;
Galerie Kornfeld, Bern 17.6.2005, Los 115.

Beschreibung

Giorgio Morandi beginnt 1911 mit den ersten Radierversuchen. Im Gegensatz zu seiner akademischen Malereiausbildung eignet er sich die druckgrafischen Techniken im Selbststudium mit Hilfe zahlreicher Lehrbücher aus dem 17. und 19. Jahrhundert an. 1918 erscheint erstmals eine seiner Radierungen als Illustration eines Aufsatzes von Giuseppe Raimondi in der Zeitschrift La Raccolta. In den 1920er Jahren folgen zahlreiche Publikationen und wichtige Ausstellungen, in Fachkreisen erfährt Morandi höchste Anerkennung und wird schließlich 1930 auf die Professur für Radiertechnik an der Accademia di Belli Arte in seiner Heimatstadt Bologna berufen.
Neben ruhigen Landschaften dominiert vor allem das Stillleben das graphische Werk Morandis. Er reduziert das Motiv auf wenige, immer wieder variiert angeordnete Flaschen und Dosen, jegliches dekorative Beiwerk wird vermieden. Seine Radiertechnik erinnert mit ihren charakteristischen Kreuzschraffuren an die frühen Kupferstiche, anhand derer er sich die Technik beibrachte. Mit dieser Kombination erschafft Morandi eine ganz eigene raum- und zeitlose Sphäre und verleiht den simplen alltäglichen Gegenständen einen geheimen inneren Zauber voll kontemplativer Konzentration. – Mit breitem Papierrand. Blattkanten mit fachmännisch restaurierten Papierläsuren und Einrissen, an den seitlichen Rändern mit vertikalen Papierfalzen, diese geglättet und minimal mit Papierfasern ergänzt, geringfügige Griffknicke, sonst in guter Erhaltung.