Details

Clarenbach 415.

Provenienz:
Atelier des Künstlers;
Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Eigentlich sollte Henry Moore für das World Trade Center eine monumentale Skulptur anfertigen. Nachdem der Architekt dieses riesigen Bauvorhabens aber in einer New Yorker Galerie auf die Arbeiten von Fritz Koenig aufmerksam wurde, beauftragte er schließlich den Künstler aus Würzburg mit dem Schaffen einer Großskulptur.
Die „Große Kugelkaryatide“, die von den New Yorkern selbst nur „The Sphere (die Kugel)“ genannt wurde, stand ursprünglich in der Brunnenanlage des World Trade Centers und bildete fast 30 Jahre lang den formalen Gegenpol zu den Twin Towers. In der Wasserfläche der Brunnen spiegelte sich die goldschimmernde Kugel und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus, als Gegenpol zur nie ruhenden Metropole.
Die Kugelkaryatide galt bis zum 11. September 2001 als Symbol für Freiheit und Frieden. Überraschenderweise wurde die Bronze bei den Terroranschlägen nicht völlig zerstört. Im September 2017 wurde die Skulptur als Denkmal für die Anschläge rund einen Kilometer südlich des ursprünglichen Standorts, im Liberty Park, wieder aufgestellt. Für die Amerikaner wurde die Skulptur zur Ikone der Hoffnung für ihr erschüttertes Land.
Die Kugelform war für den Künstler die Urform schlechthin und das Symbol für Kraft, Energie, Leben.
Heute ist die kleine „Kugelkaryatide N.Y.“ damit erst recht zu einer der wohl anmutigsten und bedeutendsten Schöpfungen des Künstlers geworden. – Stellenweise unauffällige weiße Oxidationsspuren, sonst sehr gut.