Details

Mit einem schriftlichen Zertifikat des Künstlers mit der Werknummer „CJ2013_24“.

Provenienz:
Galerie Buchholz, Köln;
Privatsammlung, Schweiz.

Beschreibung

Cameron Jamie sieht sich als eine Art Ethnologe, als Verhaltensforscher der suburbanen Kultur und ihrer geheimnisvollen Rituale. Seinem Leitmotiv, dem Verbergen und Verhüllen der Identität, spürt er in allen Werkzyklen nach und greift dazu häufig auf die Metapher der Maske zurück.
In seinen Keramiken stützt er sich auf die alten Bräuche der Feuerkunst. Er fertigt diese glasierten Keramiken selbst an, wobei er die Skulpturen so oft verwirft, bis sie ihm perfekt zu sein scheinen. Der ganze Arbeitsprozess ist improvisiert und rein induktiv. Die Struktur der muldigen Oberfläche lässt die Handarbeit erkennen und zeigt dem Betrachter den Moment, an dem aus einer Anhäufung von Material das Wesenhafte zu entstehen scheint. Der abschließende Brennvorgang wird teilweise mehrmals wiederholt. Die Glasur frisst sich dabei jedesmal in die vorherige Schicht hinein und löst sie auf, so verändern sich die Farben immer wieder und stehen am Ende als bemerkenswert dicht konzentrierte, schillernde Oberfläche. – Sehr guter Zustand.