Lyonel Feininger

„Dancing Sky“

Details

Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project LLC, New York – Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 1278-07-31-14 registriert ist, bestätigt. Mit einer Fotoexpertise vom 31.7.2014.

Ausstellung:
Lyonel Feininger, Curt Valentin Gallery, New York 1952, Kat.-Nr. 34;
Private Treasures, San Antonio Museum Association, 1988;
Close to Home: San Antonio Collects Works on Paper, McNay Art Museum, San Antonio 1996;
Nach der Natur, Galerie Ludorff, Düsseldorf 2017, farb. Abb. S. 51.

Provenienz:
Curt Valentin Gallery, New York;
Privatsammlung Venedig;
Sammlung Margaret & Robert Willson, Texas (seit 1988).

Beschreibung

Verso von fremder Hand bezeichnet „NY13596“.
Das Motiv der offenen See spielt auch in Feiningers Spätwerk eine wichtige Rolle. Dabei erforscht er die Geometrie der Natur, hält in – mit dem Lineal gezogenen – Linien das Naturschauspiel der Wolken und des Himmels fest. 1951 beschreibt Feininger in einem Brief an seinen Sohn Theodore Lux eine Naturerfahrung: „Der Himmel war ein Schauspiel, von oben rechts nach links unten, von einer festen grauen Wetterfront von Norden diagonal durchquert. Scheute ich mich manchmal, meine ‚Feininger‘-Himmel zu komponieren, das Schauspiel der schnurgraden Teilung beschwichtigte jeden Zweifel (…) irgendwann kommt sie doch in der Natur vor.“ So wird auch in dem vorliegenden Aquarell der Himmel durch Diagonale aufgetrennt. Die Wolken erfasst er in zackigen Gebilden, das Boot und die beiden Figuren am Strand in wenigen Federstrichen. Diese Reduzierung der Form spiegelt sich auch in der Farbe wider. So benutzt Feininger neben der Tusche nur Blau in verschiedenen Abstufungen. Ein Naturphänomen wird in wenigen Linien eingefangen und verstanden. Dabei beweisen sich Feiningers Kunst und die Natur „gegenseitig in ihrer Einheit und Wahrheit.“ (Hans Hess, WVZ S. 159).
– Verso an den oberen Blattecken montiert, insgesamt in guter Erhaltung.