Giorgio de Chirico

Selbstbildnis

Details

Literatur:
Schmied, Wieland und Roos, Gerd, Giorgio de Chirico München 1906-1909, Schriftenreihe der Akademie der Bildenden Künste München, Bd. 5, München 1994, Abb. S. 163.

Ausstellung:
Arnold Böcklin. Giorgio de Chirico. Max Ernst. Eine Reise ins Ungewisse, Kunsthaus Zürich, Haus der Kunst, München und Nationalgalerie Berlin, 1997/98, Kat.-Nr. 18, Abb. S. 222;
Die andere Moderne. De Chirico/Savinio. Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Galerie im Lenbachhaus, München, 2001/02.

Provenienz:
Aus dem Nachlass des Malers Jorgos Bouzianis (1885-1959), 1909 als Geschenk des Künstlers erhalten;
Privatsammlung, Bayern.

Beschreibung

De Chiricos Selbstverständnis verdeutlicht sein Selbstbildnis von 1909, „(…) das er vor der Abreise nach Mailand seinem Freund (Jorgos) Busianis geschenkt hat. Bekleidet mit einem schwarzen Anzug und Melone, den Insignien eines bürgerlichen Habitus, will er als seriöser, bereits gereifter Erwachsener erscheinen: eine solide Existenz, wie man gesagt hätte. Noch trennen ihn Welten von dem durch Nietzsche beeinflussten Ideal der Jugendlichkeit, das sich in den beiden programmatischen Selbstbildnissen von 1911 und 1912 spiegelt.“ (Ausst.-Kat. Zürich/München/Berlin 1997/98, S. 222). – Papier gebräunt und schwach fleckig, in den Randbereichen und im unteren Viertel des Blattes mit Einrissen, kleineren Papierfehlstellen und Nadellöchlein, durch fachmännische Kaschierung geschlossen sowie retuschiert.