Details

Putz 428.

Provenienz:
Privatbesitz, München;
Karl & Faber, 28./29.11.1975, Los 1362, dort vom jetzigen Besitzer erworben;
Privatsammlung, Bayern.

Beschreibung

Auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn erwirbt Leo Putz 1909 die bayerische Staatsangehörigkeit, eine Voraussetzung für den ihm im gleichen Jahr verliehenen Professorentitel. Im selben Jahr erkauft er sich das Recht, im Schlosshof von Hartmannsberg im Chiemgau zu malen. Außerdem darf er nun auf den zum Schloss gehörenden Schlosssee und dem Langbürgner See rudern. Bis 1914 verbringt er hier die Sommermonate und malt in der freien Natur im Sinne der Pleinairmalerei. In diesen äußerst produktiven Monaten entstehen zahlreiche Gemälde von Frauen im Ruderboot – die sogenannten Kahnbilder – sowie Aktbilder badender Mädchen. Sie sind geprägt von Wasserspiegelungen und Lichtreflexen im Sonnenlicht. In der vorliegenden Arbeit lehnt sich die Frau zur Seite, um den Kahn vorsichtig ans Ufer zu manövrieren. Diese Haltung und das gestreifte Kleid, das sich wiederholt in seinen Damenporträts findet, unterstreichen die Rundungen des Körpers. Als Modell dient dem Künstler zu dieser Zeit seine spätere Ehefrau Frieda Blell.