Andrea Mantegna

Kampf der Seegötter (linke Hälfte)

Details

Bartsch 18; Hind 5; Martineau 79; Levenson/Oberhuber/Sheehan 75.

Provenienz:
Kornfeld und Klipstein, Bern, Auktion 151,12.6.1974, Los 118;
Privatbesitz, Baden-Württemberg.

Beschreibung

Prachtvoller, partiell minimal trockener Abdruck, durch das Wasserzeichen als Frühdruck ausgewiesen. Etwas unregelmäßig knapp innerhalb der Darstellung geschnitten. Zur Erhöhung der Schattenwirkung mit hellgrauer Lavierung und mit schwarzen Tuschakzenten zur stärkeren Kontrastierung.
Einer der sieben „Meisterstiche“ von Mantegna, die dem Künstler überwiegend als eigenhändige Arbeiten zugeschrieben werden. Es wurde die Vermutung geäußert, Mantegna habe lediglich die gezeichneten Vorlagen geliefert, die dann von seinen Mitarbeitern umgesetzt wurden. „Vor allem die technische und qualitative Perfektion der sieben „Meisterstiche“ sprechen weiterhin für eine Zuweisung an Mantegna selbst. Dem für seine Experimentierfreudigkeit bekannten Maler ist es durchaus zuzutrauen, dass er auch im zur damaligen Zeit noch relativ jungen Medium Druckgraphik die Vervielfältigung seiner Zeichnungen – zumindest in sieben Fällen – selbst in die Hand genommen hat. Und vielleicht dienten gerade diese Stiche zur Anleitung der anderen Kupferstecher, die Mantegna engagierte, um nach seinen Zeichnungen in seiner Manier zu stechen. Der Künstler betrieb in Italien die erste Kupferstecherwerkstatt in größerem Stil“ (C. Höper in: Aust. Kat.: Andrea Mantegna und die Druckgraphik, Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart 2008, S.6). Selten. Hind zählt 51 Exemplare. – Kleines Nadellöchlein oben mittig. Kaum merklich schwach fleckig im Himmel oben links. Von schöner Erhaltung.