Details

Provenienz:
Privatbesitz, Schweiz.

Beschreibung

Albert Christoph Dies war früh, bereits 1775, nach Rom gekommen, wo er zunächst im Kreis von Jakob Philipp Hackert Aufnahme fand. Er bestritt seinen Lebensunterhalt mit dem Kolorieren von Kupferstichen, u. a. für Piranesi und vor allem für die Manufaktur Louis Ducros und Giovanni Volpato, bevor er mit eigenständigen Kompositionen in der Manier Hackerts hervortrat. Seit 1792 fertigte Dies im Auftrag des Nürnberger Verlegers Johann Friedrich Frauenholz zusammen mit Johann Christian Reinhart und Jacob Wilhelm Mechau jene 72 Landschaftsradierungen, die Frauenholz in einzelnen Lieferungen unter dem Titel „Mahlerisch radirte Prospecte von Italien“ herausgab, um das deutsche Publikum mit dem Zauber der Umgebung Roms vertraut zu machen. Bereits 1792 erschien Dies‘ Radierung „Ponte Lupo a Tivoli“, die unserem Blatt weitgehend entspricht. Es handelt sich dabei um eine bildhaft angelegte, eigenhändige Wiederholung als Aquarell, das Dies bis 1796, als er Rom verließ, zu Verkaufszwecken angefertigt hat. – Insgesamt gut erhalten.