Details

Provenienz:
Privatbesitz, Schweiz.

Beschreibung

Bereits für Goethe war der Park der Villa Chigi in Ariccia vor Toren Roms ein Refugium „wahrer Wildnis: Bäume und Gesträuche, Kräuter und Ranken wachsen wie sie wollen, verdorren, stürzen um, verfaulen. Das ist alles recht und nur desto besser:“ Der Park soll nämlich der Legende nach ein Rest des alten Dianenhains sein, weshalb die Besitzer dieses Stück Natur unberührt ließen. Von dieser Wildnis ließen sich viele Künstler anziehen – am bekanntesten sind Ernst Fries‘ lichterfüllte Variationen über den Eingang zum Park der Villa Chigi. Nach ihm machten zahlreiche Künstler bis in die zweite Jahrhunderthälfte den Park zum Ziel ihrer künstlerischen Exkursionen; auch unser Gemälde dürfte im dortigen Park entstanden sein, doch wählte der Maler als Motiv eine kleine Treppe, die zu einem Brunnen führt. Der Maler ist bisher unbekannt, doch ist auch er in dem forcierten Spiel von Licht und Schatten noch ganz von dem Impetus erfüllt, den Maler wie Ernst Fries freigesetzt hatten. Wenig später, um 1830/40, dürfte unser Gemälde entstanden sein.