Beschreibung

Das Kräuter- bzw. Grasstück hat in der deutschen Kunst eine lange Tradition – beginnend mit Dürers berühmten Rasenstück bis hin zu den fantastischen, bereits surreal anmutenden Kräuterstücken eines Carl Wilhelm Kolbe. Von dieser überreichen Fülle unterscheidet sich unser Blatt durch eine fein abgestimmte Geordnetheit, die sich auch in dem austariertem Verhältnis zur Bildfläche ausdrückt. Es ist unbekannt, wer der Maler dieser reizvollen Gräser ist, doch drängt sich unwillkürlich der Eindruck nach einem Maler aus Dresden auf. Man denkt an Christian Friedrich Gille oder auch Carl Gustav Carus, die mit ähnlichen Pflanzenstudien hervorgetreten sind.