Details

Damsch-Wiehager G 48.

Ausstellung:
Kestner-Gesellschaft, Hannover 1964, Nr. 48, verso mit dem Etikett.

Provenienz:
Galerie Brockstedt, Hamburg, verso mit dem Etikett;
Galerie Fred Jahn, München, verso mit dem Etikett;
Privatsammlung, München.

Beschreibung

In altmeisterlicher Manier malt Oelze hauptsächlich Landschaften oder Figurenkompositionen, eingebettet in Natur. Diese sind zusammengesetzt aus amorphen und vegetativen Gebilden und meist von tiefer Symbolik. In seinen Werken der Nachkriegszeit verarbeitet Oelze das Elend des Krieges und seine persönlichen Erfahrungen als Kriegsgefangener. Seine Landschaften werden düsterer, getüncht in trister Sepia oder grauen Farbtönen, als wären sie von einem mystischen Schleier oder einer Nebeldecke überzogen. Die vorliegende Arbeit gehört zu dieser Werkreihe. Im scheinbar starren Sujet der Gartenanlage ist eine dezente Regung erkennbar. Flüchtige Andeutungen von Gesichtern tauchen wie Geister auf und ab in dem Dickicht des Grünen, gleich schwindenden Erinnerungen vergangener Zeit.