Almir da Silva Mavignier

Ohne Titel

Details

Provenienz:
Galerie Elke Dröscher, Hamburg, verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett;
Galerie Neher, Essen, verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett;
Privatsammlung, Baden-Württemberg.

Beschreibung

Der Brasilianer Almir da Silva Mavignier, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Südamerikas, nimmt in seiner stets abstrakten Kunst Themen wie Instabilität, Bewegung und Auflösung einer hierarchisch angelegten Komposition auf. Er spielt dabei, wie auch in der vorliegenden Arbeit, mit visuellen Gegensätzen. Hier teilt er die Leinwand, ein perfektes Quadrat, in zwei gleiche Felder auf, die er mit der gleichen Farbe Schwarz bemalt. Doch wirken die beiden Hälften völlig gegensätzlich, denn die obere Hälfte ist in einem matten, stumpfen Ton gehalten, während der untere Teil in einem dicken, glänzenden Schwarz bemalt ist. Der Farbauftrag im unteren Feld ist so dick, dass man von einem expressiven Pinselduktus sprechen möchte, der jedoch keiner ist, da der Malprozess vom Künstler vereinheitlicht wurde. Der subjektive Gestus des Künstlers verschwindet hinter der makellosen Ausführung. Durch diese unterschiedliche Materialbeschaffenheit bezieht der Künstler die Komponente Licht in seine Komposition mit ein. Das Licht spiegelt sich im unteren Bereich, während es von der oberen Hälfte absorbiert wird. So entsteht ein Gefühl der Tiefe und Lebendigkeit. Mavignier bewegt sich hier im Spannungsfeld von Ordnung und Chaos und übt so eine maximale visuelle Faszination aus.