Otto Dix

Bildnis Paul André Dürr, Colmar, mit offenem Hemd

Details

Löffler 1946/10.
Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde von Prof. Dr. Rainer Beck, Coswig, aufgenommen.

Provenienz:
Privatsammlung Rheinland-Pfalz.

Beschreibung

Das vorliegende Bildnis, das vorwiegend in Braun-, Ocker- und Grüntönen mit Weiß gehalten ist, entsteht in Dix‘ Zeit als Kriegsgefangener in Colmar. Zunächst wird er als der „bekannte“ Künstler identifiziert und mit einem Triptychon „Madonna vor Stacheldraht“ für die Kapelle des Lagers beauftragt, was dann jedoch in Privatbesitz geht.
Im Herbst wird er als Autolackierer bei dem Farbrikanten Dürr tätig und genießt nun wieder völlige Arbeitsfreiheit. In den 1945/46er Jahren entstehen drei Bildnisse, wovon zwei Paul André Dürr zeigen. Die beiden Bildnisse des jungen Mannes geben jeweils ein Brustbild im Dreiviertelprofil wieder, das den größten Teil des Bildträgers ausfüllt. Der Dargestellte wird hier in legerer Pose mit offenem Hemd und Sakko gezeigt. Den Hintergrund führt Dix in unruhiger Strichführung eher summarisch aus und zeigt hier fast schon abstrakte Züge.