Helmut Kolle (Helmut Vom Hügel)

Arena mit Stierkämpfer und sterbendem Stier (Tauromachie III)

Details

Chabert 245.

Ausstellung:
Helmut Kolle 1899-1931, Städtische Galerie im Lenbachhaus München, 7.12.1994-5.2.1995, Kat.-Nr. 53, S. 120/121 mit ganzs. Farbabb.;
Helmut Kolle, Galerie Orangerie-Reinz, Köln 25.4.-27.6.1998/ Galerie Vömel, Düsseldorf November 1998 bis Januar 1999, S. 37, mit ganzs. Farbabb.;
Helmut Kolle. Ein Deutscher in Paris, Kunstsammlungen Chemnitz, Museum Gunzenhauser, 7.11.2010-1.5.2011/ Ernst Barlach Haus, München/Hamburg,22.5.-25.9.2011, Kat.-Nr. 64, S. 182/183 mit ganzs. Farbabb.;
Helmut Kolle, Galerie Vömel, Düsseldorf 14.9.-2.11.2016, o.S., mit ganzs. Farbabb.

Provenienz:
Prof. Dr. Kurt Kolle, Starnberg;
Dr. Peter Kolle, Hannover;
Galerie Orangerie-Reinz, Köln;
Galerie Vömel, Düsseldorf.
Privatbesitz, Norddeutschland.

Beschreibung

Der schon früh verstorbene Helmut Kolle hält hier in kräftigen Rot-, Braun- und Grüntönen mit etwas Blau und schwarzen Konturen die Szene eines Stierkampfs in einer Arena fest. Es scheint der Kampf schon vorbei zu sein, da das erlegte Tier im Zentrum blutend und von Degen durchbohrt am Boden liegt. Der triumphierende Torero in grüner Tracht stellt die Hauptfigur der Szene dar und steht in winkender Pose und in seiner Linken das rote Tuch (Muleta) haltend am Rande der Arena. Ein zweiter Torero steht blicklos am gegenüberliegenden Rand des Arenabogens. Laut Hartmut Garnerus erinnert die Behandlung des Kostüms des Hauptakteurs an den Pagen des Gemäldes „Studie nach El Greco (Der Page)“, um 1925/26 (Ausst.Kat. des Lenbachhauses München, Nr. 20, S. 60/61 mit farb. Abb.). Die Überlängung des Körpers unseres Toreos soll unter dem Einfluss El Grecos entstanden sein. Der Torero hat seinen Kampf wohl ohne Publikum überstanden, da Kolle die Szene ohne Sitzbänke ausführt. Der Kampf scheint von der Öffentlichkeit abgeschirmt stattgefunden zu haben, da die hohen Wände im oberen Teil des Gemäldes die Außenwelt vom Geschehen ausschließen. Zu vermuten ist, dass Kolle hier seinen eigenen Lebenskampf zeigt. Zeitlebens war er von seiner Krankheit stark eingeschränkt. Das Werk entstand kurz vor seinem Tode – vielleicht noch in der Hoffnung, die Krankheit doch besiegen zu können.