Details

WVZ Mewes 1967 – 007 (713).

Provenienz:
Nachlass Florian Köhler.

Beschreibung

Die vom Künstler in seiner selbst geführten Werkliste als „Geflechtcollage“ bezeichnete Arbeit ist als individuelle Arbeit während der produktiven Kernzeit der Münchner Künstlergruppe GEFLECHT entstanden. Die Gruppe, deren Mitbegründer Köhler war, existierte von 1966 bis 1968 und setzte sich aus den Mitgliedern der Gruppen SPUR (Lothar Fischer, Heimrad Prem, Helmut Sturm, HP Zimmer) und WIR (Hans Matthäus Bachmayer, Reinhold Heller, Florian Köhler, Heino Naujoks, Helmut Rieger) zusammen. Vor der Namensgebung GEFLECHT waren 1965 die Künstler der Gruppe SPUR und der Gruppe WIR bereits unter dem Signet SPUR-WIR aufgetreten. Ein wesentliches Arbeitsfeld der Gruppen SPUR-WIR und GEFLECHT waren kollektive und individuelle Arbeiten zum Thema Urbanität und Technik, Auto, Motor und Verkehr. Gemeinsam entwickelten die Künstler raumgreifende Reliefs aus Metall, Pappe und Holz, die sog. „Antiobjekte“. Die typische Geflecht-Ästhetik mit dynamisch gebogenen Schlaufen und Stäben, mit Linien und Flächen in den Grundfarben, nimmt Köhler hier als zweidimensionale Darstellung auf und füllt die Zwischenräume durch gedruckte Fotografien und Plakatausschnitte von Auto- bzw. Motorteilen sowie dem Logo „7up“. Im Wirbel der ungegenständlichen Raumsegmente und der Collagen lässt sich rechts ein Hubschrauber mit Rotorblatt erkennen.