Details

Literatur:
Boetticher I, 1, Nr. 3.
Verlorene Werke der Malerei in Deutschland in der Zeit von 1939 bis 1945. Zerstörte und verschollene Gemälde aus Museen und Galerien, bearbeitet von Marianne Bernhard, München 1965, S. 33 (?).
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Dokumentation der Verluste, Bd. II, Nationalgalerie, Berlin 2001, S. 38, Nr. A I 809 (?).

Ausstellung:
XXXIV. Kunstausstellung der Königlichen Akademie der Künste, Berlin 1844, S. 22, Nr. 230.

Provenienz:
Verein der Berliner Kunstfreunde; Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie (?).

Beschreibung

Der aus Berlin gebürtige Bernhard Fiedler gehört zum Kreis der großen deutschen Reisemaler, die in Auftrag oder in Begleitung von Hoheiten den Orient bereisten. Die damals entstandenen Bilder wirken bis heute in unsere Vorstellungswelt und haben nach wie vor eine ungebrochene Aktualität.
Bevor Fiedler zum gefeierten Orientmaler aufstieg, hatte er an der Berliner Akademie u. a. die Klasse des Dekorationsmalers Johann Karl Gerst besucht und betätigte sich nach dem Studium zunächst als Bildnismaler. Eine Studienreise 1843 nach Venedig und Triest, wo er im Auftrag des österreichischen Staates Vedutenbilder malte, brachte den entscheidenden Impuls: Unter der Sonne des Südens fand Fiedler zu einer lichterfüllten, satten Farbigkeit, die er mit spätromantischen Motiven kombinierte. Der „Mönch im Klosterhof“, der 1844 auf der Akademieausstellung in Berlin zu sehen war, ist so ein romantisches Sehnsuchtsmotiv, das nicht frei von Ironie ist. In der Brechung der Romantik durch Ironie entsteht etwas Neues, das nicht von ungefähr auch an Carl Blechen erinnert.