Carl Wilhelm Götzloff

„Bellardino“ – Italienischer Landmann

Details

Provenienz:
Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Die kleine Ölstudie des als „Bellardino“ bezeichneten Landmannes aus der Umgebung Roms entstand laut Beschriftung im Januar 1822 in Rom. Besonders in den Wintermonaten hielten sich viele Landleute in der Metropole auf, wo der aus Dresden stammende Carl Wilhelm Götzloff das Abbild Bellardinos schuf. Es charakterisiert den Landmann, der einen typischen Mantel aus Lammfell und Gamaschen trägt, als ernst und gefasst. Götzloff war erst Ende Oktober aus Dresden kommend in Rom eingetroffen; das kleine, neu aufgetauchte Gemälde ist bis dato das erste Gemälde Götzloffs, das in Rom entstand. Es bestätigt Julius Schnorr von Carolsfelds Einschätzung, dass sich der in Dresden im Landschaftsfach ausgebildete Götzloff bereits sehr früh der Genremalerei widmete. Schnorr hatte in einem Brief an seinen Mäzen, Johann Gottlob von Quandt, im Juli 1822 berichtet, dass Baron Preuß von Teerlik aus Dresden Götzloff dazu geraten hatte – offensichtlich fiel die Empfehlung auf fruchtbaren Boden, denn Götzloff wurde später zu einem bedeutenden Genremaler seiner Zeit.