Johann Theodor Goldstein

Die Gotthardstraße bei Amsteg.

Details

Literatur:
Verzeichniß der vom 1. April 1832 an in der Königlich Sächsischen Akademie der Künste zu Dresden öffentlich ausgestellten Kunstwerke, Dresden 1832, S. 52, Nr. 659; Boetticher I, 1, Nr. 10.

Beschreibung

Der Maler Johann Theodor Goldstein ist noch zu entdecken. Der aus Warschau gebürtige Goldstein bildete sich wahrscheinlich in Berlin unter dem Einfluss Schinkels zum Architekturmaler aus; seine anfangs entstandenen Architekturstücke im „gotischen“ und „griechischen“ Geschmack lassen die Nähe zur Kunst Schinkels erkennen. Auf wiederholten Reisen in die Schweiz und nach Italien entdeckte er die Reize der dortigen Landschaft. Er übersiedelte 1821 nach Dresden, wo er in dem kunstsinnigen Kronprinzen Friedrich August und Johann Gottlieb von Quandt potente Gönner fand. Seit 1828 wandte er sich fast ausschließlich der Bergwelt der Schweiz und der Landschaft Italiens zu, in denen besonders der Einfluss seines Dresdner Kollegen Johan Christian Clausen Dahl spürbar ist. In der hohen malerischen Qualität und der luziden Farbigkeit der Ansicht einer Brücke der berühmten, zwischen 1820 und 1830 ausgebauten Gotthard-Chaussee im Schweizer Hochmassiv, die 1832 in der Dresdner Akademie unter dem Titel „Straße über den St. Gotthard in der Nähe vom Amsteg“ ausgestellt wurde, offenbart sich ein malerisches Talent, das heute zu Unrecht weitgehend unbekannt ist.