Details

Provenienz:
Sammlung Dr. Eberhard Hanfstaengl (1886-1973), München; Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Unser Gemälde gibt ein selten dargestelltes Thema wieder: Inhalt ist die fiktive Erzählung des Scipio Aemilianus minor (185-129 v. Chr.), von dem Cicero im sechsten Buch von „De re publica“ berichtet. Darin beschreibt der jüngere Scipio einen Traum, den er anlässlich eines Besuchs beim König Massinissa von Numidien gehabt hatte. In diesem Traum war ihm sein Großvater Scipio Africanus maior erschienenen und hatte ihm die Zukunft vorausgesagt. Er offenbarte ihm Jenseitsvorstellungen, berichtete ihm von der Gemeinschaft der in den Himmel zurückgekehrten Staatsmänner und riet ihm, immer gerecht zu sein. Den Wert irdischen Ruhms relativierte er: Das Römische Reich sei im Vergleich mit dem Kosmos ein winziger Punkt; wichtig sei allein das Streben nach dem Göttlichen. Die Erzählung erfuhr auch eine Umsetzung in die Musik: 1772 komponierte Mozart die gleichnamige Oper.