Ernst Ludwig Kirchner

Kinder und Frauen am Goldfischteich.

Details

Dube R114; Gercken 411.

Ausstellung:
„Schwarz auf Weiß. Druck-Graphik im Wandel der Zeit von Rembrandt bis Dieter Roth“, Stiftung Ahlers Pro Arte/Kestner Pro Arte, Hannover 28.9.2013-5.1.2014, mit Abb., S. 46.

Provenienz:
Nachlass des Künstlers (verso mit dem Stempel des Kunstmuseums Basel, Lugt 1570 b, dort mit der handschriftlichen Schiefler-Nr. in Tusche „R 90“);
Galerie Wolfgang Ketterer, Auktion 4, München 8.12.1970, Los 462;
Galerie Wolfgang Ketterer, Lagerkatalog 79, München 1972/II, Nr. 288 (dort vom jetzigen Besitzer erworben); Ahlers Collection; Privatsammlung, Norddeutschland.

Beschreibung

Verso mit dem Stempel „Unverkäuflich E.L. Kirchner“ somit also eines der Belegexemplare, die der Künstler für sich behalten wollte. Kirchner beschäftigt sich mit der Technik der Radierung seit 1905. In der Brücke-Chronik äußert er sich dazu: „Das Selbstbilden der Tiefen mit der Hand gibt intensiver die Persönlichkeit wieder als die Ätzung. Die Eleganz des Striches kommt auf dem glatten Metall am besten zur Geltung“. Wie in dem vorliegenden Blatt überarbeitet er mit Hilfe der Kaltnadel die Platte in mehreren Schichten und führt diese wie in seinen Zeichnungen in lockerer Manier aus. Jeder Strich sitzt und fängt den Moment in kräftigen Linien- und Flächenätzungen ein. – Kaum merklicher Lichtrand. Winziges fachmännisch restauriertes Risschen am unteren Rand, verso alte Montagespuren, sonst sehr schön. Sehr selten.