Karl Hofer

Drei Mädchen zwischen Leitern.

Details

Wohlert 2731.

Provenienz:
Nachlass Karl Hofer, Köln, Nr. 386 (verso auf dem Keilrahmen mit dem EtikettI);
Wirnitzer Nr. 30;
Kunsthandel G. Köhrmann, Köln;
Galerie Olbrich, Krefeld;
Privatsammlung, Düsseldorf;
Karl & Faber, Auktion 216, 29.11.2007, Los 1417;
Privatsammlung, Schweiz.

Beschreibung

Die Figur – der Akt bzw. Paare und mehrfigurige Kompositionen – ist neben der Landschaft und dem Stillleben eines der bevorzugten Sujets Karl Hofers. Auch sein Spätwerk ist geprägt vom Menschen. In immer neuen Variationen gibt Hofer den Akt im Raum, in der Landschaft oder dem Betrachter direkt zugewandt und zum Teil in sich gekehrt wieder und erzeugt in einer für ihn ganz eigenen expressiven Stimmung eine Art Scheinwelt. Der Körper an sich und die ihn umgebende Welt, hier im vorliegenden Werk ein diffuser, unklarer Raum, der durch die oberen Linien und die beiden Leitern, rechts und links, Tiefe gewinnt, beschäftigen Hofer. Er versetzt seine Akteure in eine entrückte melancholische Stimmung, die durch ihre geschlossene Form und die grün-rotbräunliche Farbskala eine Ruhe ausstrahlen. Das Motiv der drei Mädchen greift Hofer 1955 nochmals in einer weiteren Version auf, ändert hier nur leicht die Kopfhaltungen und Frauentypen (Wohlert 2840). Laut freundlicher Auskunft von Herrn Karl Bernhard Wohlert existiert eine Vorzeichnung zu dem Gemälde. Karl Hofer, der sich noch kurz vor seinem Tode öffentlich gegen die Hinwendung zur Abstraktion einsetzt, zeigt auf, dass er einen wichtigen Platz in der Nachkriegskunst einnimmt.