Gerhard Hoehme

„’near the ceiling‘ oder ‚bend over the earth'“.

Details

Hoehme 69-09.

Literatur:
Giulio Carlo Argan und Hans Peter Thurn, „Gerhard Hoehme. Werk und Zeit 1948-1983“, Stuttgart und Zürich 1983, farb. Abb. S. 26.

Ausstellung:
„Gerhard Hoehme 1953 – 1980“, Galerie Elke & Werner Zimmer, Düsseldorf 1980, mit farb. Abb.
„Kunst des 20. Jahrhunderts aus privaten Sammlungen“, Kunsthalle Bremen, Bremen, 30.6. – 15.9.1985, Kat.-Nr. 284, mit farb. Abb. S. 26.

Provenienz:
Privatsammlung, Norddeutschland.

Beschreibung

Das Element der Luft, der Reiz an der Höhe, die Faszination der Vertikale und die Bewegung im Raum sind für Gerhard Hoehme zeitlebens von Bedeutung. Als 19-Jähriger wird er zum Militär berufen und entschließt sich, Flieger zu werden. Seine unaufhaltsame Sehnsucht nach Raum spiegelt sich ab den 1960er Jahren auch in seinen Arbeiten wider. Während eines Aufenthaltes in der Villa Massimo in Rom experimentiert Hoehme verstärkt mit Materialien und Bildformaten und er setzt sich mit Dreidimensionalität in der Kombination von bemalter Fläche und Raumelementen auseinander. In dieser Zeit beginnt Hoehme, sich an Polyäthylenschnüren zu versuchen. Schnüre, Fäden und andere visuelle Konstrukte führen aus dem Bild heraus, verbinden verschiedene Elemente zu einem Ganzen, erweitern die Fläche und versuchen, die Sehnsucht des Künstlers nach vollkommener Offenheit nach allen Seiten zu stillen. Durch die Entgrenzung der Fläche, die Öffnung in die Horizontale und Vertikale tritt das Bild in mannigfaltige Dialoge mit dem Raum und dem Betrachter.