Charles François Daubigny

Vieille Route, à Auvers.

Details

Provenienz:
Vente Daubigny, Drouot, Paris, 6. – 8. Mai 1878, Nr. 210 (Zuordnung durch Robert G. Hellebranth laut freundlicher Auskunft von Dr. Georg Fresen); Galerie de Rohan, Paris; Galerie Dr. Fresen, München; Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Dicht ballen sich die Wolken über der weiten Landschaft zusammen. Ihr bewegtes Spiel, das nur Fragmente des blauen Himmels freigibt, setzt den silbriggrauen Grundakkord dieser ausdrucksvollen Komposition. Mit raschen, spontan gesetzten Pinselstrichen fängt Daubigny die Landschaft mit ihren vom Sturm gebeugten Bäumen ein. Horizontale Raumzonen in unterschiedlichen Helligkeitswerten und ein Weg im mittleren Bildbereich machen die Tiefe der Landschaft erfahrbar. Dabei setzen die roten Mohnblüten am Feldrand sowie die vereinzelten Sonnenflecken im Hintergrund farbige Akzente innerhalb der subtilen Valeurs. – Daubignys Ziel war es, einen möglichst unmittelbaren und unreflektierten Eindruck vom Naturvorbild mit seinen flüchtigen atmosphärischen Effekten zu schaffen; darum malte er Landschaften wie diese als einer der ersten Künstler seiner Zeit vollständig in freier Natur. Damit, und in der Freiheit des Pinselstrichs, war er ein wichtiges Vorbild für die Generation der Impressionisten, besonders für Claude Monet und Camille Pissarro.