Max Emanuel Ainmiller

Chor und Sakramentshaus der Nürnberger Lorenzkirche, nach Westen

Details

Vgl.Boetticher 4, 27, 28.
Provenienz:
Privatsammlung, Süddeutschland.

Beschreibung

Ausgebildet in der Klasse für Architektur und Ornamentik bei Friedrich Gärtner in München, spezialisierte sich der Künstler auf zwei Bereiche: auf Glasmalerei und die Darstellung von (vor allem sakraler) Architektur. Boetticher nennt drei von seiner Hand ausgeführte Innenansichten der Lorenzkirche, wobei die vorliegende, dem Habitus der Personen nach zu urteilen, wohl bereits in den 1830er Jahren entstand und nicht erst, wie die beiden anderen, rund dreißig Jahre später. Bereits hier zeigt sich Ainmillers Meisterschaft in der treffenden Lichtregie und dem Umgang mit dem architektonischen Detail. Besonderen Reiz erhält die Darstellung durch die Staffage. Im Mittelgrund hat sich eine Taufgesellschaft um das Taufbecken versammelt, rechts bewundert ein Paar das spätgotische Sakramentshaus, links zeigt eine Mutter ihren drei Kindern den Kirchenraum. So schafft Ainmiller eine Atmosphäre der Sammlung und Andacht, die aus der Architekturdarstellung ein Stimmungsbild werden lässt.