Details

Zienicke 85.
Literatur:
Carl Linfert, „Xaver Fuhr“ in: Der Kunstwart, Nr. 45
(1932), S. 255-259 mit Abb.;
tz, „Xaver Fuhr und Carl Wolf (Die März-Ausstellung der Kunsthütte), in: Chemnitzer Tageblatt 12.3.1932;
J. F., „Xaver Fuhr“ in: Hannoverscher Kurier 13.12.1934.
Ausstellung:
„Franz Xaver Fuhr“, Kestnergesellschaft, Hannover 30.11.1934-13.1.1935, Kat.-Nr. 7;
„Kunst des 20. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz“, Kölnischer Kunstverein, Köln 12.11.-20.12.1964, Kat.-Nr. 31, verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett.
Provenienz:
Karl Nierendorf, New York 1937/38;
Galerie Nierendorf, Berlin 1939;
Privatbesitz, Köln;
Privatbesitz, Berlin.

Beschreibung

Verso auf dem Keilrahmen wohl vom Künstler betitelt „Felsenlandschaft“ und datiert „1931“ sowie mit der Nummer „GN 361“ versehen. Laut Werkverzeichnis ist der Titel Viadukt „neben weiteren Bildtiteln auf einem im Nachlaß befindlichen Briefumschlag aufgeführt“. Kurz nach seiner Entstehung wurde das Gemälde in der Kestnergesellschaft in Hannover gezeigt. Der Hannoversche Kurier schrieb zu diesem Anlass, dass Fuhrs Bilder vom Gegensatz regiert wären. Als Beispiel wurde das vorliegende Gemälde mit der „phantastische(n) Krumme zerfallender Felsen, gekreuzt von der harten Graden eines Viadukts“ herangezogen. Mitte der Zwanziger Jahre fand der Künstler zu einem Stil, der von einer klaren, sich den geometrischen Grundformen nähernden Zeichnung ausging. Seine Farbpalette reduzierte sich auf vornehmlich Schwarz und Weiß, die er mit gedämpften Grün- und Grautönen absetzte. Wo die Farben keinen Gegensatz boten, ließ er die Formen in Spannung zueinander stehen. Die klare Zeichnung der menschlichen Konstruktion, des Viadukts, steht so im Gegensatz zu der Natur und damit zu den zerklüfteten Felsen und den gebogenen Ästen der Bäume.