Max Liebermann

Der Rosengarten in Wannsee.

Details

Mit einer schriftlichen Echtheitsbestätigung per E-Mail von Frau Dr. Margreet Nouwen vom 2.4.2013.
Provenienz:
Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Vorstudie zu dem gleichnamigen Gemälde, siehe Eberle 1928/19. 1909 erwirbt Liebermann ein Grundstück in der Großen Seestraße am Ufer des Wannsees und lässt darauf ein Landhaus mit Atelier bauen. Alfred Lichtwark, Direktor der Hamburger Kunsthalle, hilft ihm bei der Gestaltung des Gartens. Zur Seeseite hin wird der Garten als Park angelegt: eine auslaufende Rasenfläche führt hinunter zum See. Im Norden säumen drei achsial ausgeführte Heckengärten das Grundstück, darunter auch der Rosengarten, in dem das vorliegende Pastell entstand. Doch erst nachdem der Erste Weltkrieg seinen sommerlichen Reisen nach Holland ein Ende setzt, entdeckt Liebermann seinen eigenen Garten als bildwürdiges Motiv. So wurde dieser etwa von 1915 an eine zentrale Quelle malerischer Inspiration. Eine Ordnung gegen das üppige Wuchern der Natur bilden die geraden Wege und Heckenlinien, die Liebermann absichtlich bei der Anlage seines Gartens bedachte. Sie geben dem Werk eine Struktur und Tiefe. So scheint der Weg in unserem Pastell vom rechten Vordergrund über das Rosenrondell in die Tiefe zu führen – auch wenn er eigentlich gleich dahinter an der Hecke endete. Weite wird in diesem Werk auch durch den Durchblick auf den See erreicht. – Im oberen Rand mittig ein kurzer Einriss, verso verstärkt. Links schwach lichtrandig. Verso in den Rändern Montagereste. Allgemein altersgemäß in sehr gutem Zustand.