Details

Die Echtheit des Werkes wurde durch das Christian Rohlfs Archiv am Osthaus Museum, Hagen, am 25.9.2012 schriftlich bestätigt; das Werk ist unter der Nummer CRA 48/12 im Archiv registriert.
Provenienz:
Hauswedell, Auktion 71, Hamburg 24.11.1956, Los 962, dort von der Familie des jetzigen Besitzers erworben; Privatsammlung, Nürnberg.

Beschreibung

Vor einen Grund aus breiten, energisch aufgetragenen vertikalen Pinselstrichen setzt Rohlfs ein Gebilde aus fünf rundlichen Formen, deren Konturen er mit dem Bleistift und durch Tuschpinsellinien verstärkt. Als Körper treten sie kaum in Erscheinung, lediglich durch die zarten blauen und grünen Akzente werden sie ansatzweise modelliert. Den Prozess der Entmaterialisierung, der in Rohlfs‘ Gemälden bereits um 1915, in den Papierarbeiten um 1920 einsetzte, hat der Künstler in diesem Aquarell noch weitergetrieben: Objekt und Bildgrund erfahren fast die gleiche Gewichtung. Hier kündigt sich bereits das die Bildgrenzen sprengende „all over“-Prinzip an, das viele seiner späteren Arbeiten charakterisieren wird. – Verso mit einer Zeichnung des gleichen Motivs in schwarzer Kreide. Mit Reißnagellöchlein in den Ecken. An den oberen Ecken auf die Unterlage geklebt. Links oben mit zwei winzigen Rissen, sonst sehr gut erhalten.