Details

Heiderich 340; Vriesen 142.
Provenienz:
Galerie Vömel, Düsseldorf; Sammlung Familie Mayer, Bad Godesberg 1940; seitdem Privatsammlung, Rheinland.
Ausstellung:
„Das Junge Rheinland“, Kölnischer Kunstverein, Köln 1918; „August Macke – Heinrich Nauen“, XVI. Sonderausstellung, Kestnergesellschaft, Hannover 1918, Kat.-Nr. 55; „August Macke“ (?), Graphisches Kabinett van Bergh u. Comp., Dr. Koch, Düsseldorf 1919; „August Macke“, Kestnergesellschaft, Hannover 1935, Kat.-Nr. 80; „Paula Modersohn-Becker – August Macke“, Kunsthalle, Basel 1936, Kat.-Nr. 128; „August Macke, Gedächtnisausstellung“, Museen der Stadt Köln in der Alten Universität, Köln 1947, Kat.-Nr. 106; „Macke, Aquarell-Ausstellung“, Städtisches Kunsthaus Bielefeld, Bielefeld 1957, Kat.-Nr. 142, mit Abb. S. 23.

Beschreibung

Das Schaufenster und seine Anziehungskraft gerade auf das weibliche Geschlecht war ein beliebtes Thema in Mackes Arbeiten ab 1912. Mackes vorrangige Intention, die „Gestaltung von Eindrücken der sichtbaren Außenwelt“, hinderte ihn, sich in diesen Arbeiten ganz der Abstraktion im Sinne von Delaunay zuzuwenden. Stattdessen konnte er mit dieser Reihe der Schaufensterbilder eine Auflösung der Gegenstände in Farbflächen erreichen. Die Auslage wird zu einem dynamischen Flächenmosaik, vor dem sich die Frauen oder Kinder absetzen. Dabei setzt sich Macke auch mit Mode als Bestandteil der modernen Welt auseinander. Statt jedoch die Kleiderstücke zu beschreiben, integriert er das geschriebene Wort „Mode“ – auch in der vorliegenden Tuschearbeit – in das Bild. Die intensiven Farben dieser Originalzeichnung sind leider, wie häufig in diesen Arbeiten aus farbiger Tusche, unter Lichteinwirkung verblasst. So wurde aus einem Blau, dessen Originalfarbe sich am unteren Rand noch erahnen lässt, ein zartes Violett, aus Rot ein blasses Rosa, und aus Grün ein helles Grau. – Minimal fleckig, sonst sehr schön.