Max Liebermann

Zwei Reiter im Tiergarten.

Details

Mit einer schriftlichen Echtheitsbestätigung von Prof. Dr. Matthias Eberle, Max Liebermann-Archiv, Berlin. Das Bild wird unter der Nummer 1919/36a in den Nachtrag zum Werkverzeichnis aufgenommen.
Provenienz:
Bergwerksdirektor Walther Müller, Grube Ilse, Niederlausitz (1925); Privatbesitz, Hamburg.

Beschreibung

Ein Reiterpaar bewegt sich durch die schattige Allee des Tiergartens direkt auf den Betrachter zu. Es hat die Breite des Wegs für sich allein, nur zwischen den Bäumen blitzen helle Akzente auf und weisen auf eine Reihe von Spaziergängern, die das sommerliche Wetter genießen. In diesem Werk verbinden sich zwei bevorzugte Themenbereiche des Malers: Die Straße unter Bäumen mit dem Licht, das diffus durch das Blätterdach dringt, und das Motiv des Reiters, mit dem sich Liebermann bereits seit den sommerlichen Aufenthalten an der Nordseeküste um 1900 zu beschäftigen begann. Der flüssige, lockere Pinselstrich fängt das flüchtige Motiv mit großer Souveränität ein. Der Farbauftrag ist variabel und reicht vom transparenten Braun, das das Weiß der Grundierung durchschimmern lässt, bis zu den pastosen Lichtpunkten auf Pferden, Reitern und Passanten. –
Mit einer Postkarte, die am Keilrahmen des Bildes befestigt ist, auf der der erste Besitzer des Gemäldes, Walther Müller, den Künstler bat, ihm die Echtheit des Bildes zu bestätigen. Liebermann schrieb in die vorgetippten Zeilen: „(Das betreffende Bild ist von mir im Jahre) 1920 gemalt worden, vielleicht ein Jahr früher oder später, jedenfalls nach dem Kriege: es stellt die Allee im Tiergarten, die vom Brandenburger Tor nach Charlottenburg führt, dar. Mit vielem Dank für das mir gesandte Photo das mir große Freude macht. Berlin NW 12./11. 26 Max Liebermann“.
– In sehr gutem Originalzustand.