Details

Seated Nude from Behind. Oil on canvas. (C. 1925). C. 84.5 : 71 cm. Signed upper right. Framed.

Beschreibung

Klein 210.
Vom Betrachter abgewandt sitzt das Modell mit verschränkten Beinen auf dem Bett. Ihr Gesicht ist nicht sichtbar, der leicht zerwühlte braune Schopf nach der Mode der Zwanzigerjahre kurz geschnitten.
Willy Jaeckel, in dessen Werk die Aktmalerei eine zentrale Rolle spielt, widmet sich hier hingebungsvoll der Schilderung des Inkarnats. Von oben links – wohl durch ein Fenster – beleuchtet, entfaltet es sich in feinsten Nuancen von milchig hellem Gelb bis in ein zartes Orange, hier und da mit ins Grau-Violette spielenden Schatten. Ebenso genau sind die vom reinen Weiß bis ins helle Ocker variierenden Töne des Betttuchs beobachtet. Inmitten dieser fein differenzierten, zarten Töne setzt das Schwarz des Pantoffels einen provokativen Kontrapunkt und ist zugleich eine Hommage des Malers an Manets „Nana“. – Vereinzelt mit minimalem Craquelé; im unteren Bereich mit einem geringfügigen, oberflächlichen Kratzer, sonst sehr gut erhalten.
Ausstellungen: „Der schöne Mensch in der neuen Kunst“, Mathildenhöhe, Darmstadt, 1929, S. 59, Nr. 62; „Willy Jaeckel“, Haus am Lützowplatz, Berlin, 1958, Nr. 3; „Willy Jaeckel“, Galerie Paffrath, Düsseldorf, 1963, Nr. 29; „Willy Jaeckel“, Ostdeutsche Galerie, Regensburg, 1975; „Willy Jaeckel“, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg, 5.4.-14.6. 2009 sowie verso mit dem Etikett einer Ausstellung in Spanien (ohne Ort, ohne Jahr).
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.